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Krankenkassenbeiträge steigen weiter

Höhere Kassenbeiträge, der Erhalt der privaten Vollversicherung und ein Fondsmodell für Krankenkassen sind die wesentlichen Eckpunkte der Gesundheitsreform:

Anhebung der Kassenbeiträge
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 03. Juli 2006 bekanntgeben, dass die Krankenkassenbeiträge zum 1. Januar 2007 in der Größenordnung von 0,5 Prozentpunkten erhöht werden, um die Finanzlücke in der gesetzlichen Krankenkasse zu schließen. Bereits zum 1. Juli haben einige Kassen ihre Beiträge zum Teil stark angehoben, so z. B. die Gmünder Ersatzkasse, die ihren Beitragssatz gleich um 0,8 Prozentpunkte erhöht hat. Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland hat bereits jede fünfte Krankenkasse in der ersten Jahreshälfte ihren Beitragssatz angehoben.

Stufenweise Steuerfinanzierung für Gesundheitskosten der Kinder
Die Reform sieht vor, ab 2008 die Gesundheitskosten für Kinder stufenweise über Steuermittel zu finanzieren und zwar in Höhe von 1,5 Mrd. Euro im Jahr 2008 und 3 Mrd. Euro 2009. Steuererhöhungen seien nach Aussagen der Regierung nicht notwendig: Statt durch höhere Steuern wird die Versicherung der Kinder aus dem laufenden Bundeshaushalt finanziert, so CSU-Chef Stoiber laut Financial Times Deutschland online.

Gesundheitsfonds für Kassen
Die Finanzströme der gesetzlichen Krankenkasse sollen über einen Gesundheitsfonds gelenkt werden, an dem die private Krankenversicherung (PKV) nicht beteiligt wird.

Erhalt der privaten Vollversicherung
Die Koalition hat sich darauf verständigt, die PKV als Vollversicherung zu erhalten. Nach einem Bericht in Handelsblatt.com soll die PKV künftig einen Basistarif auf GKV-Niveau anbieten, in den ehemalige Privatversicherte zurückkehren können. Auch soll zukünftig die Mitnahme der Alterungsrückstellungen beim Wechsel des Versicherungsunternehmens möglich sein. Handelsblatt.com berichtet ferner, dass die Beitragsbemessungsgrenze erhalten bleiben solle, jedoch sei im Gespräch, dass gesetzlich Versicherte mindestens drei Jahre lang die Versicherungspflichtgrenze überschritten haben müssen, bevor sie in die PKV wechseln dürfen.

Viele Details der Reform sind derzeit noch völlig unklar und juristisch umstritten. Fest steht jedoch: Für gesetzlich Versicherte wird der Krankheitsschutz schon bald teurer!

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