Krankenkassen machen erneut Verluste
Bereits ein Jahr nach der letzten Gesundheitsreform hat sich die Finanzlage der Krankenkassen stark verschlechtert.
Wie die FAZ berichtet, haben viele Kassen das erste Quartal 2005 mit einem Verlust abgeschlossen. Allein die Ortskrankenkasse Westfalen-Lippe weise ein Defizit von 40 Mio. Euro aus, so die FAZ.
Mit der aktuellen Entwicklung wird bereits deutlich, daß die Gesundheitsreform nicht zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Finanzlage der Kassen beitragen konnte. Und auch Beitragssatzsenkungen sind mit Ausnahme der zur Jahresmitte geplanten Umfinanzierung zugunsten der Arbeitgeber nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Aufgrund der aktuellen Entwicklung geht der Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) nach einem Bericht der Welt im kommenden Jahr sogar von einem Anstieg der Kassenbeiträge auf 14,4 Prozent aus. Wie der Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg Rolf Hoberg der FAZ mitteilte, sei in dem schlechten wirtschaftlichen Umfeld Beitragssatzstabilität schon ein Erfolg.
Gesundheitsministerin Schmidt hatte den Beitragssatz durch die Einschnitte im Rahmen der Gesundheitsreform dagegen auf 13,3 Prozent senken wollen. Derzeit liegt der durchschnittliche Beitragssatz bei 14,1 Prozent. Auf gesetzlich Versicherte könnten damit schon bald neue Leistungskürzungen zukommen bei steigenden Beiträgen.
